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30.04.2008
Ergebnisse des Patenprojekts -
Schüler der HLA berichten
Das Patenmodell im Schuljahr 2007/2008 war ein voller Erfolg: 20 Schülerinnen und Schüler der ein- und zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft in Burgdorf nahmen ihre Chance wahr und absolvierten in den Herbst- oder Osterferien ein Praktikum in einem Ausbildungsunternehmen. Fachkundig begleitet wurden sie dabei von Auszubildenden der 15 beteiligten Unternehmen. Insgesamt engagierten sich 23 Patinnen und Paten für die nachfolgende Generation von Auszubildenden.  

Die Rückmeldungen der Beteiligten an die Sozialpädagogin Ulrike Bode waren überwiegend positiv. Drei Praktikanten berichten im Folgenden über ihre Eindrücke und Erfahrungen:  

Domenic Rohland, Klasse W21A

Domenic Rohland, Klasse W21A:   [Domenic hat in den Herbstferien   ein zweiwöchiges Praktikum als Kaufmann im Einzelhandel bei der BMW Niederlassung in Laatzen absolviert.]  

„Mein Pate ist bereits fest angestellter Mitarbeiter im Unternehmen. In der ersten Woche meines Praktikums hat er mir geduldig wichtige Arbeitsabläufe erklärt. Ich arbeitete im Neuwagenbereich des Autohandels und dort im Ersatzteillager und im Teileverkauf. Zu meinen Aufgaben im Teileverkauf gehörte es z. B. die Wünsche des Kunden aufzunehmen, herauszufinden, welchen Fahrzeugtyp er besaß (das ging am besten über den Fahrzeugschein) und über ein Computerprogramm das passende Produkt herauszusuchen. Wichtig war es, den Kunden freundlich zu beraten und spontan auf die unterschiedlichsten Typen einzugehen. Im Lager sah ich dann viele der verkauften Teile. Selten habe ich ganz selbständig gearbeitet. Dafür kannte ich mich noch zu wenig aus. Das Klima bei BMW war sehr angenehm. Man ging respektvoll, aber locker miteinander um und selbst die Vorgesetzten machten manchmal einen Spaß mit mir. Im Betrieb musste ich mich – wie alle anderen Mitarbeiter in meinen Abteilungen auch - ordentlich mit Stoffhose oder schwarzer Jeans und einem sauberen und knitterfreien Hemd bekleiden.  

Mir hat das Praktikum sehr viel gebracht: Ich werde im Herbst eine Ausbildung bei BMW beginnen. Ausdrücklich wurde ich dafür gelobt, dass ich für das Praktikum sogar Ferientage geopfert habe. Das hat dazu beigetragen, dass ich im Betrieb einen guten Eindruck hinterlassen habe!“    

Inga Wittmann, Klasse W11A

Inga Wittmann, Klasse W11A:   [Inga hat in den Herbstferien ein zweiwöchiges Praktikum als Automobilkauffrau beim Autohaus Dürkop GmbH   in Hannover absolviert.]  

„Meine Patin ist Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr. Sie hat mit mir nicht direkt zusammengearbeitet, aber ich habe mit ihr fast jeden Tag kurz abgesprochen, wo und mit wem ich arbeiten werde. Ein paar Tage lang war sie als Krankheitsvertretung in einer anderen Filiale tätig. Ich konnte sie jedoch telefonisch erreichen und hatte außerdem genug hilfreiche Ansprechpartner vor Ort.  

Während des Praktikums durchlief ich mehrere Abteilungen. Am Serviceschalter vereinbarte ich z. B. Termine und half bei der Autovermietung. Auch im Autoverkauf und im Ersatzteilverkauf durfte ich hospitieren. Teilweise habe ich sogar in der Werkstatt mitgearbeitet.  

Insgesamt haben mir meine Aufgaben und die Atmosphäre im Unternehmen gefallen. Auch meine Ansprechpartner waren nett.  

Mein Praktikumsbetrieb hat mir keine Ausbildungsstelle angeboten. Das war zwar schade, ich kann aber bei einem anderen Autohaus in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen. Mein Ausbildungsbetrieb fand es sehr positiv, dass ich das Praktikum gemacht und Erfahrungen in einem Autohaus gesammelt habe.  

Ich empfehle auch anderen Schülern, sich am Patenmodell zu beteiligen. Dadurch, dass man etwas selbst ausprobiert und nicht nur davon hört oder darüber liest, erfährt man viel über seinen Wunschberuf.“

Maximilian Koepke, Klasse W11D

Maximilian Koepke, Klasse W11D:   [Maximilian hat in den Osterferien ein einwöchiges Praktikum als Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen bei der Krage Speditionsgesellschaft mbH in Hannover absolviert.] 

„Ich hatte im Betrieb gleich zwei Auszubildende als Paten, in deren Abteilungen ich auch mitgearbeitet habe. Häufig schaute ich ihnen sogar direkt „über die Schulter“, teilweise war ich zwar in ihrer Nähe, arbeitete aber mit anderen Mitarbeitern zusammen an einer Aufgabe. 

 Am ersten Praktikumstag haben meine Paten mich erst einmal herumgeführt. Arbeiten, die ich erledigen sollte, haben sie mir erklärt. Ich durfte sie dann selbständig ausführen. Ich war viel in der Dispositionsabteilung tätig. Zu meinen Aufgaben hier gehörten die Eingabe von Gewicht und Größe der zu transportierenden Ware sowie ihr Zielort und die genauen Adressdaten am PC. Außerdem war ich an der Planung der Transportrouten beteiligt.  

Gut war, dass meine Paten mir ganz genaue Infos darüber geben konnten, wie die Ausbildung im Unternehmen verläuft. Da sie auch noch jung sind, hatte ich weniger Hemmungen, offen mit ihnen zu reden, als z. B. mit einem älteren Mitarbeiter oder sogar einem Vorgesetzten.  

Das Klima im Unternehmen war insgesamt familiär. Alle sprachen ruhig und vernünftig miteinander, auch wenn mal etwas schief ging.  

Durch das Praktikum habe ich viele neue Infos über den Beruf des Kaufmanns für Speditions- und Logistikdienstleistungen gesammelt. Ich möchte diesen gerne erlernen, wenn ich eine entsprechende Stelle finde. Vielleicht hilft mir die praktische Erfahrung bei der Bewerbung. Im Praktikumsbetrieb habe ich leider keine Stelle gefunden.“

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