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Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 13.02.2008
95 Schüler lassen sich Blut abzapfen
Zahlung vom Roten Kreuz bessert die Kasse der Abiturienten
am Fachgymnasium auf


Von Katerina Jarolim-Vormeier
Lehrte. 95 Schüler des Lehrter Wirtschaftsgymnasiums haben gestern in der Schulaula Blut gespendet. Mehr als die Hälfte der Spender gehören zum Abiturjahrgang. Dessen Kasse für die Abschlussfeier ist jetzt um 636,50 Euro reicher. „Pro Person zahlt das Rote Kreuz 6,70 Euro“, berichtet Ruken Ediz, eine der Organisatorinnen. „Der Anstoß für die Aktion war ein Artikel im Anzeiger“, sagt Ediz. Darin war berichtet worden, dass zu wenig Blutkonserven in der Medizinischen Hochschule vorrätig seien.

Von 9 bis 14 Uhr bildeten sich im Vorraum der Aula lange Schlangen. Viel Geduld brachten die Jugendlichen in der dritten Etage des Gebäudes an der Spreewaldstraße mit: Erst passierten sie die Anmeldung, dann die Blutgruppen- und Eisengehaltbestimmung. Danach folgte ein Gespräch mit einem Arzt. „Ein Prozedere, das ich kenne“, sagte Jennifer Steffen, die zuvor schon dreimal Blut gespendet hatte. Mit ihrer Freundin Mona Nöschel hatte sie sich vor der Spende den Bauch vollgeschlagen. Ein Brötchen mit Schinken, ein Stück selbstgemachten Kuchen und reichlich Wasser nahmen sie zu sich.

Ali Akkus, Fabian Hinz, Hendrik Voigt und Moritz Lehmann wählten den umgekehrten Weg. Sie ließen sich erst einen halben Liter Blut abzapfen und verköstigten sich hinterher mit Leckereien. Für die sorgte das Team um Cagla Özcan, Jessica Kossmann, Dominique Sehmke und Robert Seifert. Sie schmierten den ganzen Vormittag eifrig Brötchen, backten Waffeln und Kuchen für das Wohlbefinden der Mitschüler.

Karl-Wilhelm Meyer, Leiter des Fachgymnasiums, lobte das Engagement der Schüler und bescheinigte ihnen: „Der Einsatz hat sich gelohnt.“

95 Schüler lassen sich Blut abzapfen
Fühlen sich bei der Blutspende wohl (großes Bild, von vorn):
Ali Akkus, Fabian Hinz, Hendrik Voigt und Moritz Lehmann werden
von den Arzthelferinnen Sarah Giesecke und Susanne Henke versorgt.
In den Warteschlangen üben sich die Schüler in Geduld (kleines Bild).
Jarolim-Vormeier (2)
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