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Großes Interesse bei der Besichtigung und Präsentation der Projektarbeiten der angehenden Techniker und Gestalter in Hildesheim: Die Klasse HTI2A erlebte modernes Gestalten mit Holz. „Der moderne Maschinenpark war sehr interessant. Auch das Planungsbüro und dessen sehr professionelle Führung überzeugten durch optimale Arbeit. Der Beruf des Technikers stellt für mich durchaus eine Perspektive dar“, fasste Tim Kluth seine Eindrücke zusammen. „Beeindruckend ist, dass am Ende nur dann etwas entsteht, wenn die Kommunikation untereinander und die Verlässlichkeit aller Beteiligten funktioniert“, ergänzt sein Mitschüler Alexej Faulborn.
„Schon im Foyer der Fachschule empfangen uns Studenten der Fachrichtung Holztechnik und Gestaltung, die die Schüler an diesem Tag begleiten. In dieser Woche wird „F 69“ gefertigt, so heißt ein Hängemöbel, das Akzente setzt. Sein mit dunklem HPL-beschichteter schlanker Korpus (Zebrano oder Makassar) beschränkt sich auf das Wesentliche: ein Bord und einen Schubkasten, der einen farblichen Kontrast (grün, lila, weiss oder orange) bildet und als push to open-Konstruktion auf einen Griff verzichtet. Er ist eines von drei Möbelstücken, die jeweils im Rahmen eines Projektes geplant und dann in einer Woche gefertigt werden. Die Projekte einschließlich der einwöchigen Kleinserienfertigung (40 Stück) sind Bestandteil der Technikerausbildung.
Das Projekt wird in arbeitsteiligen Teams abgewickelt. Die Teams entsprechen den Abteilungen eines Betriebes von der Betriebsleitung über die Abteilung Marketing, Arbeitsvorbereitung und Konstruktion bis hin zum Einkauf. Für die reibungslose Kommunikation ist die Projektleitung zuständig. Die detaillierte Planung des Projektes und die gelungene Dokumentation und Präsentation beeindrucken die Berufsschüler.
In der Werkstatt durchlaufen die Schüler in zwei Gruppen die verschiedenen Stationen der Fertigung.
Sehr interessiert registrieren die Auszubildenden den hohen technischen Ausrüstungsstandard der Werkstatt. Die Gastgeber stellen nicht ohne Stolz ihre neuesten computergesteuerten Maschinen (Kosten 250.000 €) vor und vermitteln das bemerkenswert hohe Fertigungsniveau.
Jeder Arbeitsgang wird mit einem Betriebsdatenerfassungsgerät aufgezeichnet, so dass man zu jeder Zeit einen genauen Überblick über die betrieblichen Abläufe hat und korrigierend eingreifen kann. In der Arbeitsvorbereitung werden die verschiedenen Planungs- und Organisationsmechanismen erläutert. Hier können die Berufsschüler als angehende Tischler einen Blick über den handwerklichen Tellerrand auf ein Szenario werfen, das eher in größeren mittelständischen Betrieben bzw. in der Möbelindustrie zu finden ist.
Zum Abschluss stellt sich die Fachschule mit ihren Ausbildungsmöglichkeiten vor. Dabei werden der Ausbildungsgang des Holztechnikers, des -gestalters und Tischlermeisters und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten erörtert. „In einer lockeren Atmosphäre wurden viele und ausführliche Informationen gegeben. Wir können daraus viel lernen für unsere eigene Möbelprojektarbeit, die wir momentan in einer Lernortkooperation zwischen Berufsschule und Betrieb versuchen zu meistern“, resümieren Denis Baumann und Miriam Kaiser. Klassenlehrer Wolfgang Janus war mit der Exkursion ebenfalls sehr zufrieden „Insgesamt war es ein lohnenswerter Einblick, der uns Orientierung und Perspektiven verschafft.“

Die Schüler und Schülerinnen der Klasse HTI2A der BBS-BL

Die angehenden Tischler lassen sich in Hildesheim beeindrucken
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