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25.02.2010
Saufen bis zum Umfallen – ein gefährlicher Spaß
Infoabend der BBS-BL mit Experten im Rahmen der Präventionswoche

In den Medien ist es oft zu hören, zu sehen oder zu lesen: Auf einer Party wird Hochprozentiges ausgeschenkt. Sie endet für einen Gast in der Notaufnahme eines Krankenhauses oder schlimmstenfalls mit dem Tod. Nicht der tägliche, sondern der übermäßige Alkoholkonsum ist ein besonders schwerwiegendes Problem unter Jugendlichen. Grund genug, um das Thema „Komasaufen“ im Rahmen eines Informationsabends für Eltern, Lehrer, Jugendliche und Interessierte aufzugreifen.


Etwa 35 Zuhörer waren ins Haus der Jugend in Burgdorf gekommen: Dr. Christoph Möller, Oberarzt von Teen Spirit Island in Hannover und André Heckert, Mitarbeiter im Team Jugendarbeit der Region Hannover (hier unter anderem für das Alkoholpräventionsprojekt „Hart am Limit“ zuständig) boten nicht nur Zahlen, Daten und Fakten. Die versierten Fachleute berichteten aus ihrem Alltag, von Erlebnissen mit Jugendlichen, die die Gefahr des Alkohols unterschätzt haben.


Möller sprach unter anderem an, dass es unter Jugendlichen als cool gelte, den Abend volltrunken zu beenden. Der vermeintliche Spaß stände im Vordergrund, gesundheitliche Gefahren hingegen würden ignoriert. Er kritisierte: „Viele Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens sind schlechte Vorbilder: Sie posieren mit einem Glas Bier in der Hand für die Presse und vermitteln so, dass Alkoholkonsum gesellschaftlich anerkannt ist.“ Heckert wies darauf hin, dass es neben der Einweisung auf die Intensivstation noch andere schwerwiegende Folgen von starkem Alkoholkonsum gäbe: So sind stark Betrunkene eher Opfer von Gewalttaten, Mädchen auch von sexuellen Übergriffen. „Jugendlichen müssen interessante Alternativen kennen, die in ihren Augen genauso viel Spaß machen. Das können zum Beispiel erlebnispädagogische Angebote sein, bei denen die Teilnehmer sich beweisen und Grenzerfahrungen machen können.“

Das Ergebnis einer gelungenen Freizeitgestaltung wurde auch gleich vor Ort präsentiert: Für den eindrucksvollen Auftakt sorgte die Theatergruppe des Johnny B. Die jugendlichen Schauspieler zeigten in einer realitätsnahen Szene, wie eine „kleine Feier“ schließlich katastrophal endet.


Vor und nach der Veranstaltung konnten Interessierte im Foyer mit Mitarbeitern der Polizei und der Familien- und Erziehungsberatungsstelle Burgdorf Kontakt aufnehmen und weitere Informationen zum Thema erhalten.



Die Theatergruppe des Johnny B. zeigten in einer realitätsnahen Szene,

wie eine „kleine Feier“ katastrophal endet.

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