|
Die Berufsbildenden Schulen Burgdorf-Lehrte haben am Standort Zentrale einen
Tag der offenen Tür veranstaltet. Über 450 Ausbildungsbetriebe erhielten im
Berliner Ring 28 die Gelegenheit, sich über neue Ausbildungsmöglichkeiten zu
informieren, die seit dem Umbau der Schule zum Kompetenzzentrum für Berufe rund
um die Mobilitätswirtschaft geschaffen wurden. Neben den Automobil- und
Speditionskaufleuten, die am Standort Handelslehranstalt angesiedelt sind,
boten vor allem die Auszubildenden aus dem Berufsfeld Fahrzeugtechnik Einblicke
in die Praxisnähe des Berufsschulunterrichts. Unter anderem zeigten
Kfz-Mechatroniker, wie modernste Technik zur computergestützten Fehlerdiagnose
eingesetzt wird.
Darüber hinaus präsentierten die Absolventen der in Niedersachsen einmaligen
Fachschule für Kraftfahrzeugtechnik die Ergebnisse ihrer abschließenden
Projektarbeit. Diese Schulform schließt mit dem staatlich geprüften Techniker
der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik ab. Zusätzlich legen alle Schüler die
Kfz-Meisterprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Hannover ab. „Wir
freuen uns, dass diese Abschlusspräsentationen seit nunmehr zehn Jahren in der
BBS Burgdorf-Lehrte stattfinden“, betont
Schulleiter Gerd Klaus. Die Qualität der Vorträge habe auch in diesem Jahr bewiesen, dass die Fachschule bezüglich des Leistungsniveaus zwischen
Berufsausbildung und Fachhochschulstudium angesiedelt sei.
Die Fachschüler hatten an vier verschiedenen Projekten gearbeitet, deren
Ergebnisse glänzend präsentiert wurden. Dabei erhielten die Zuhörer aus
Industrie, Handwerk und Schule Einblicke in die Entwicklung eines intelligenten
Bremslichts, bei dem eine elektronische Steuerung den Schutz vor Auffahrunfällen verbessert;
wird der Druck auf das Bremspedal erhöht, leuchtet das Bremslicht zunächst
heller. Bei einer Vollbremsung blinkt zusätzlich das Warnlicht. Weitere
Schülerteams stellten ein elektromechanisches Lenksystem vor oder stellten das
Regelverhalten einer Lambdasonde im Abgaskatalysator graphisch dar. Eine Gruppe
präsentierte die Miniaturausgabe eines Vollhybrid-Fahrzeugs, bei dem ein Verbrennungsmotor
bei Bedarf die Batterien eines Elektromotors auflädt. „Damit kann die
Reichweite eines Elektroautos erheblich gesteigert werden“, erläuterte Andreas
Bruns.

Stefan Tischmeyer simuliert die Funktionsweise des
neuen Bremslichts
Ein Team präsentierte ihr Modell eines
Vollhybrid-Fahrzeugs
(von links): Maik Winningstedt, Markus Otto, Salehi
Behzad,
Mario Klein, Marco Bässler und Andreas Bruns.

Mario Klein bereitet das Modell eines
Vollhybrid-Fahrzeugs
für die Präsentation vor
|