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HAZ vom 14. März 2006
Integrative Fahrt ist beliebt
BBS Burgdorf-Lehrte und Behindertenhilfe laden zur Begegnung in Verden ein Mit einer integrativen Seminarfahrt will die BBS-Burgdorf-Lehrte Sozialpflegeschüler auf die Zusammenarbeit mit behinderten Menschen vorbereiten. Gestern war Gelegenheit zum Kennenlernen.
Von Stefan Heinze Burgdorf.

Fast 30 Schüler der zweijährigen Fachschule Sozialpflege werden Ende dieses Monats fünf Tage mit 15 Heimbewohnern und Werkstattmitarbeitern der Behindertenhilfe Berkhöpen/Burgdorf in Verden an der Aller verbringen. Ziel der Fahrt sei, erläutert Fachpraxislehrerin Petra Fenzl, Berührungsängste mit Menschen mit Behinderung schon vor der Ausbildung abzubauen. Schließlich werden viele der überwiegend weiblichen Absolventen einmal im Beruf behinderten Menschen zur Seite stehen.

Gruppenleiterin Kristin Kluczyk (links) zeigt den Berufsschülern zusammen mit Menschen mit Behinderungen das Wohnheim an der Lerchenstraße.
Gruppenleiterin Kristin Kluczyk (links) zeigt den
Berufsschülern
zusammen mit Menschen mit
Behinderungen das Wohnheim
an der Lerchenstraße.

„Die anfängliche Scheu ist schon ein bisschen abgelegt“, stellte die Lehrerin der Klasse HS22A, Petra Krüger, nach der ersten Begegnung im Wohnheim an der Lerchenstraße fest.  Für manche der Berufsschüler war die Begegnung aber eher eine Selbstverständlichkeit. „Ich habe keine Berührungsängste“, sagte etwa die Kirchhorsterin Sandra Kybelka (19), deren Freund halbseitig gelähmt ist. Die Uetzerin Maria D’Errico (17) hatte beispielsweise schon Erfahrungen in ihrem Praktikum als Heilerziehungspflegerin in der Burgdorfer Lebenshilfe gesammelt. Alle drei freuen sich schon auf die gemeinsame Klassenfahrt, ebenso die Burgdorferin Nina aus dem Wohnheim an der Lerchenstraße.

Neben dem Wohnheim lernten die Besucher von der Berufsschule auch die in der Nachbarschaft gelegene Werkstatt kennen. Außerdem gab der Wohnstättenleiter der Behindertenhilfe Berkhöpen/Burgdorf Auskunft über das alltägliche Leben der Bewohner. Mit der zweijährigen Berufsfachschule Sozialpflege erwerben die Berufsschüler den Abschluss der Sekundarstufe I/Realschule und haben acht Wochen Erfahrung aus Praktika vorzuweisen. Die integrative Fahrt wird zum elften Mal organisiert.

Text und Foto: Stefan Heinze

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